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Bleiben Menschen dumm trotz Darwin-Award?

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Bleiben Menschen dumm trotz Darwin-Award?

Beitragvon Sinister am Mo 29. Feb 2016, 17:13

Warum sind so viele Menschen kriminell dumm?

In den USA mischen Teenager (16+) Rennbenzin aus 100% Methanol mit Limo und trinken das Zeugs: Übelkeit, epileptische Anfälle, Blindheit, Koma, Tod.

Anderswo installiert ein Familienvater ein Propangenerator im Inneren des Hauses (trotz riesen fetten Warnhinweisen drauf): Er selbst, seine Frau und seine vier Kinder sterben schlagartig am helllichten Tag an einer massiven Kohlenmonoxidvergiftung.

Trotz der andauernden Auslese, die derart kriminell Dumme an sich selbst und ihren genetischen Nachfahren verüben, und das nicht erst seit gestern, kommen immer weiter welche nach.

Ich verstehe das einfach nicht. Wie entsteht solche Dummheit immer wieder neu? Das ist schließlich was anderes als geistige Behinderung. Jemand mit Down-Syndrom würde doch gar nicht auf die Idee kommen Rennbenzin zu trinken.
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Re: Bleiben Menschen dumm trotz Darwin-Award?

Beitragvon Nasobēm am Mo 29. Feb 2016, 23:56

Sinister hat geschrieben:...
Trotz der andauernden Auslese, ...

Nichts für ungut Sinister, aber das mit der Evolution hast du noch nicht so ganz verstanden... auch die Sache mit der Statistik solltest du vielleicht nochmal nachlesen.... :?
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Re: Bleiben Menschen dumm trotz Darwin-Award?

Beitragvon Sinister am Di 1. Mär 2016, 02:03

Und was ist damit:

North Yorkshire Käfer stirbt aus

Das Vieh ist so dumm, dass es seine seine eigenen Eier frisst und wird, siehe da, es wird ausselektiert. Warum soll das erhalten werden? Ich wäre froh wenn das Vieh endlich weg ist, das ist noch dümmer als Menschen und das ist echt ne Leistung.

Allerdings würde mich schon interessieren: Wie schmecken denn Menschen?

Nach Jahren sexuellen Missbrauchs: Kinder essen aus Rache ihre Eltern auf

Schmeckt wie Schweinefleisch.
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Re: Bleiben Menschen dumm trotz Darwin-Award?

Beitragvon Nasobēm am Fr 4. Mär 2016, 16:06

Sinister hat geschrieben:Und was ist damit:

"North Yorkshire Käfer"

was soll damit sein? Das 'Vieh' ist weder 'dumm' noch ist es wird es 'ausselektiert' weil es (manchmal) seine Eier frisst.
Dieser Blattkäfer hat sich aus unterschiedlichen Gründen zu einem Spezialisten entwickelt - vergleichbar mit dem Panda und kann nur noch eine Pflanzenart fressen - und eben auch Eier seiner Spezies. Ob es wirklich die eigenen sind ist noch die Frage. Wie in dem Beitrag erwähnt wird gab es den Käfer früher in großen Mengen - wahrscheinlich war sein Lebensraum damals noch wesentlich größer. Und was meinst du hat seinen Lebensraum verkleinert?

Sinister hat geschrieben:Warum soll das erhalten werden? Ich wäre froh wenn das Vieh endlich weg ist, ...

Wie war das auch gleich wieder mit dem 'dumm'? Trollst du hier rum oder willst du dich hier als Beispiel für die menschliche Dummheit präsentieren?
Es ist dumm alle anderen Lebewesen immer nur unter dem Aspekt ihrer 'Nützlichkeit für den Menschen' zu betrachten. Zumal wir gar nicht immer alle Teilnehmer eines Kreislaufs kennen und nicht wissen können ob und welchen 'Nutzen' etwas für den Menschen hat.


Sinister hat geschrieben:Allerdings würde mich schon interessieren: Wie schmecken denn Menschen?
Schmeckt wie Schweinefleisch.

Und? Wundert dich das jetzt? Wir haben doch einen ähnlichen Speiseplan. Also schmecken wir auch ähnlich. So what?
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Re: Bleiben Menschen dumm trotz Darwin-Award?

Beitragvon thomas4180 am Fr 4. Mär 2016, 19:20

Es wurden Offtopic-Beiträge durch einen Moderator aus diesem Thread entfernt.

Bitte beachtet, sollte dies mehrfach vorkommen, gibt es eine Verwarnung die zur Sperrung des Accounts führen kann.

Vielen Dank für euer Verständnis.


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Re: Bleiben Menschen dumm trotz Darwin-Award?

Beitragvon donquijote am Mo 21. Mär 2016, 14:27

Nasobēm hat geschrieben:Nichts für ungut Sinister, aber das mit der Evolution hast du noch nicht so ganz verstanden...


Hat irgendjemand schon die Evolution verstanden? Die Biologen sicherlich nicht.
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Re: Bleiben Menschen dumm trotz Darwin-Award?

Beitragvon Nasobēm am Mo 21. Mär 2016, 15:48

Du hast demnach Biologie studiert und sprichst aus (deiner) Erfahrung?

Oder haben wir es hier mit dem Dunning-Kruger-Effekt zu tun?
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Re: Bleiben Menschen dumm trotz Darwin-Award?

Beitragvon donquijote am Mo 21. Mär 2016, 20:40

In den Beispielen geht es überhaupt nicht um biologische Evolution. Und in menschlichen Sozialstaaten greift die biologische Evolutionstheorie (bzw. die natürliche Selektion) nicht mehr. Man muss keine Biologie studiert haben, um das zu wissen. Man könnte auch sagen: Man sollte keine Biologie studiert haben, um das zu wissen.
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Re: Bleiben Menschen dumm trotz Darwin-Award?

Beitragvon idefix2 am Mo 21. Mär 2016, 23:10

Natürlich greift auch hier die natürliche Selektion. Bloss kommen unter den Umweltbedingungen "Zivilisation" andere Selektionskriterien zum Tragen als bei Papageien im Urwald.
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Re: Bleiben Menschen dumm trotz Darwin-Award?

Beitragvon donquijote am Mo 21. Mär 2016, 23:15

idefix2 hat geschrieben:Natürlich greift auch hier die natürliche Selektion.


Nein. Siehe "Das egoistische Gen" von Richard Dawkins.
Wer behauptet, dass in menschlichen Sozialstaaten die natürliche Selektion greift, hat die Evolutionstheorie nicht verstanden.
Einmal dachte ich, ich hätte unrecht. Aber ich hatte mich ausnahmsweise getäuscht.
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Re: Bleiben Menschen dumm trotz Darwin-Award?

Beitragvon boule am Di 22. Mär 2016, 08:55

Doch, tut sie. Die Evolution favorisiert nur nicht mehr Eigenschaften die man früher brauchte um sich durchzusetzen, sprich relativ höhere Intelligenz, bessere gesundheitliche genetische Prädisposition, körperliche Stärke usw.

Sie bevorzugt nur noch diejenigen mit der höchsten Fortpflanzungsrate. Ist zwar bitter, aber die grausame Realität.
Zuletzt geändert von thomas4180 am Di 22. Mär 2016, 16:00, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Fullquote (3d) entfernt
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Re: Bleiben Menschen dumm trotz Darwin-Award?

Beitragvon donquijote am Di 22. Mär 2016, 10:41

boule hat geschrieben:Doch, tut sie. (...)
Sie bevorzugt nur noch diejenigen mit der höchsten Fortpflanzungsrate. Ist zwar bitter, aber die grausame Realität.


Das ist keine natürliche Selektion, und zwar aus den gleichen Gründen, wie die Arbeit eines Züchters keine natürliche, sondern eine künstliche Selektion ist.

Wenn ein Herrscher in einer Gesellschaft alle Personen mit einer bestimmten Eigenschaft umbringen oder versklaven lässt, dann ist das keine natürliche Selektion (bzw. nur "ein anderer Selektionsfaktor").
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Re: Bleiben Menschen dumm trotz Darwin-Award?

Beitragvon boule am Di 22. Mär 2016, 11:22

Selbstverständlich ist Gebärfähigkeit und der Wille dazu ein Selektionsfaktor, gepaart mit relativer Dummheit sogar mit einem potenzierenden Faktor.
Das ist aber nur DER Wimpernschlag der Evolutionsgeschichte, den wir gerade durchleben. Üblicherweise wird das über äußere Faktoren wieder ins Lot gebracht, beispielsweise Hungersnöte, Seuchen oder Kriege. Was auch zum Aussterben der Spezies führen kann, oder zu einer Entwicklung hin, die zu einer neuen Spezies führt die sich den Umweltbedingungen am besten anpassen konnte.
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Re: Bleiben Menschen dumm trotz Darwin-Award?

Beitragvon donquijote am Di 22. Mär 2016, 12:25

boule hat geschrieben:Selbstverständlich ist Gebärfähigkeit und der Wille dazu ein Selektionsfaktor, gepaart mit relativer Dummheit sogar mit einem potenzierenden Faktor.


Gebärfähigkeit und Wille sind Selektionsfaktoren?

In menschlichen Sozialstaaten findet keine natürliche Selektion, sondern eine soziale Selektion statt. Das kann man sogar aus Dawkins "Das egoistische Gen" herauslesen:

Nun ist, was den modernen, zivilisierten Menschen betrifft, folgendes gesche-hen: Die Größe der Familie ist nicht mehr durch die begrenzten Mittel be-schränkt, die die einzelnen Eltern aufbringen können. Wenn ein Mann und seine Frau mehr Kinder haben, als sie ernähren können, so greift einfach der Staat ein, das heißt der Rest der Bevölkerung, und hält die überzähligen Kinder am Leben und bei Gesundheit. Es gibt in der Tat nichts, was ein Ehepaar, welches keinerlei materielle Mittel besitzt, daran hindern könnte, so viele Kinder zu haben und aufzuziehen, wie die Frau physisch verkraften kann. Aber der Wohlfahrtsstaat ist eine sehr unnatürliche Sache.


Eine sehr unnatürliche Sache ist sicherlich nichts, was man mit "natürlicher Selektion" in Verbindung bringen sollte. Natürliche Selektion ist natürliche Selektion und nicht "sehr unnatürliche" Selektion. In allen modernen Lehrbüchern der Evolutionsbiologie steht, dass natürliche Selektion die Adaption der Population verbessert. Darin unterscheidet sie sich von sozialer Selektion.

Einige Beiträge bewegen sich recht zielstrebig auf Sozialdarwinismus zu. Am Ende heißt es dann wieder, in menschlichen Sozialstaaten ginge es so zu wie in der Natur, und deshalb greife auch in Sozialstaaten die natürliche Selektion. Das ist aber falsch. Und es bleibt auch falsch, selbst wenn man meint, man habe Biologie studiert und sei deshalb aus natürlichen Gründen ein Experte.
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Re: Bleiben Menschen dumm trotz Darwin-Award?

Beitragvon boule am Di 22. Mär 2016, 13:36

Dawkins Bücher habe ich auch ziemlich alle durch und stimme in der Regel zu.

Nun ist, was den modernen, zivilisierten Menschen betrifft, folgendes gesche-hen: Die Größe der Familie ist nicht mehr durch die begrenzten Mittel be-schränkt, die die einzelnen Eltern aufbringen können. Wenn ein Mann und seine Frau mehr Kinder haben, als sie ernähren können, so greift einfach der Staat ein, das heißt der Rest der Bevölkerung, und hält die überzähligen Kinder am Leben und bei Gesundheit. Es gibt in der Tat nichts, was ein Ehepaar, welches keinerlei materielle Mittel besitzt, daran hindern könnte, so viele Kinder zu haben und aufzuziehen, wie die Frau physisch verkraften kann. Aber der Wohlfahrtsstaat ist eine sehr unnatürliche Sache


Diesen Absatz würde ich auch so sehen, bis eben auf den letzten Satz. Auch der von mir sehr geschätzte Dawkins hat sicher nicht immer der Wahrheit letzten Schluß anzubieten. Bis zu einem gewissen Grad ist die Wohlfährigkeit sehr wohl eine nützliche Sache sowohl für einen Staat wie auch für das Individuum. Übertreibt man es aber damit, fangen die Nachteile an die Vorteile zu überwiegen. Mehr wie ein Pendel, das zu weit ausgeschlagen hat.

Irgendwann setzt die natürliche Selektion wieder anders ein und da wird es möglicherweise kein evolutionärer Vorteil mehr sein einfach nur blöde zu sein und sich maximal fortzupflanzen.

Dawkins weiß das auch, hier ein schöner Schnipsel, der traurig-witzige Part ist ab 11:40, insgesamt aber ein passender unterhaltsamer Vortrag:

https://www.youtube.com/watch?v=jNhtbmXzIaM
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