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Geräusche im Himmel - Die Welt geht unter...

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Re: Geräusche im Himmel - Die Welt geht unter...

Beitragvon idefix2 am Mi 1. Jun 2016, 12:05

Jedenfalls ist es lustig, dass vor allem diejenigen, die von sich behaupten, besonders "kritisch" zu sein, auf so einen Blödsinn reinfallen. Wenn ich selbst solche Geräusche in der freien Natur hören würde, würde ich bis zum Beweis des Gegenteils einmal annehmen, dass sich da irgeend wer einen schlechten Scherz macht.
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Re: Geräusche im Himmel - Die Welt geht unter...

Beitragvon Kynni am Do 2. Jun 2016, 07:45

bonito hat geschrieben:Warum soll man es nicht mit Humor nehmen, wenn Menschen sich mit irrtümlich Geglaubten lächerlich machen?

Einen Zusammenhang zwischen "kritische Meinung" und "irrtümlich glauben", kann ich nicht erkennen.


Ja, da machte ich einen Gedankensprung. Meine Aussage bezüglich der inflationären Verwendung des Begriffs "Verschwörungstheorie" bezog sich dann nicht mehr explizit auf das "Himmelstrompeten"beispiel, sondern auf dessen Auftauchen bei politischen Themen. Dort macht es ja unter Umständen auch Sinn hinter bestimmten Entwicklungen undemokratisch zustande gekommene Entscheidungen zum Wohl weniger zu vermuten.
Auch wenn meiner Ansicht nach "Verschwörung" auch hierfür nicht immer der beste Begriff ist, wäre er doch passabel.

Wird nun der Begriff der Verschwörungstheorie, wie im vorliegenden Beispiel, als Begriff für die irrtümliche Annahme hinter den Geräuschen könnte z.B. etwas übernatürliches stecken, verwendet, wird der Begriff mit dem Bedeutungsgehalt von Spinnertum, Naivität aufgeladen. Das kann dann bei einer Verwendung in anderen Kontexten, wo es vielleicht tatsächlich angebracht wäre dieses Begriff zu gebrauchen, mitschwingen.

Hoffe es wurde ein wenig verständlich worauf ich hinauswollte.

Ich verstehe nicht warum bei dem Pro7-Expirement das Wort Verschwörungstheorie vorkommt. Es ist vielleicht ein Beispiel wie sich unkritisch manche Dinge im Internet als Sensation oder wirkliches Geschehen weiterverbreitet werden.
Es ist eagl in wlehcer Reiehnfogle die Bchustebaen in Woeretrn vokrmomen. Huapstache der estre und leztte Bchustbae sitmmen.
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Re: Geräusche im Himmel - Die Welt geht unter...

Beitragvon boule am Do 2. Jun 2016, 08:30

Ich verstehe nicht warum bei dem Pro7-Expirement das Wort Verschwörungstheorie vorkommt.


Weil das ein Kampfbegriff ist, vielleicht sogar der Kampfbegriff schlechthin.

Die semantische Bedeutung muß permanent auf vielen Ebenen gepflegt werden um bei der Masse einen Effekt wie bei einem Pawlowschen Hund zu schaffen. Verschwörungstheoretiker = Spinner, ohne daß man auf der anderen Seite als Lügner hingestellt werden kann. Funktionierende Gehirnwäsche arbeitet sehr subtil, der Betroffene soll es ja nicht merken ;-)
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Re: Geräusche im Himmel - Die Welt geht unter...

Beitragvon idefix2 am Do 2. Jun 2016, 09:00

Es stimmt, dass in dem Zusammenhang der begriff "Verschwörungstheorie" leicht deplatziert ist. Es war ein Streich, auf den offenbar viele reingefallen sind.

Einen Zusammenhang zu Verschwörungstheorien sehe ich nur insofern, als sich Anhänger mancher Verschwörungstheorien - UFO-Gläubige, Haarp-Gläubige & Co - in ihrer Überzeugung, dass es da draussen nicht mit rechten Dingen zugeht, bestätigt fühlen durften. :lol:
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Re: Geräusche im Himmel - Die Welt geht unter...

Beitragvon manniro am Do 2. Jun 2016, 10:16

boule hat geschrieben:
Ich verstehe nicht warum bei dem Pro7-Expirement das Wort Verschwörungstheorie vorkommt.


Weil das ein Kampfbegriff ist, ...


Korrekt. Das ist leicht daran zu erkennen, daß er in der öffentlichen Diskussion immer präjudikativ gebraucht wird. Das heißt, das Urteil steht fest, bevor die jeweiligen Inhalte untersucht werden.

Durch die TV-Info- und Bildungskanäle geistert seit einiger Zeit die Doku: "Moderne Verschwörungstheorien" - natürlich mit passendem "Experten" (wie wird man das eigentlich?) - an der man das bestens beobachten kann. Natürlich mit in der Hitliste der Kennedy-Mord, also ein nach wie vor nicht lückenlos aufgeklärtes Geschehen, bezüglich dessen sich die US-Regierung aus unerfindichen Gründen genötigt sieht, etliche Dokumente bis "15467" unter Verschluß zu halten. Und so wird der Fall auch 50 Jahre danach immer noch "aufgearbeitet":

http://www.zeit.de/wissen/geschichte/2013-11/verschwoerungstheorien-ermordung-john-f-kennedy

http://www.faz.net/aktuell/wissen/das-kennedy-attentat-das-ende-der-verschwoerungstheorien-12665830.html

Und um die CIA grundsätzlich für alles für fähig zu halten, dazu braucht es nach aller historischen Erfahrung keine Verschwörungstheoretiker.

Wären Watergate oder die Iran-Contra-Affäre nicht mit hieb- und stichfesten Beweisen belegt worden, hätten diese Fälle mit Sicherheit auch einen Ehrenplatz unter den "Verschwörungstheorien".

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Re: Geräusche im Himmel - Die Welt geht unter...

Beitragvon happy_without_god am Sa 4. Jun 2016, 07:57

Na dann mal herzlichen Glückwunsch an ProSieben. Ganz schöner Coup. Selbst ich bin darauf reingefallen.

Schande über mein Haupt.
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Re: Geräusche im Himmel - Die Welt geht unter...

Beitragvon Leonidas am Sa 4. Jun 2016, 12:43

Kynni hat geschrieben:Ich verstehe nicht warum bei dem Pro7-Expirement das Wort Verschwörungstheorie vorkommt. Es ist vielleicht ein Beispiel wie sich unkritisch manche Dinge im Internet als Sensation oder wirkliches Geschehen weiterverbreitet werden.
Ein "echte" Verschwörungstheorie liegt nur dann vor, wenn einer der Schmierer aus dem Kopp-Verlag ein Buch dazu veröffentlicht und wenigstens einmal bei Jo Conrad als Interviewpartner auftaucht. :mrgreen:
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Re: Geräusche im Himmel - Die Welt geht unter...

Beitragvon manniro am Sa 4. Jun 2016, 13:02

Was soll man eigentlich davon halten, wenn "das Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik" schreibt, "...dass sich die Autorenliste des Kopp-Verlags wie ein „Who-is-Who der deutschen Verschwörungsliteratur“ lese"? Ist das ein Urteil der Meister über die Amateure? :lol:

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Re: Geräusche im Himmel - Die Welt geht unter...

Beitragvon Leonidas am Sa 4. Jun 2016, 14:26

manniro hat geschrieben:Was soll man eigentlich davon halten, wenn "das Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik" schreibt, "...dass sich die Autorenliste des Kopp-Verlags wie ein „Who-is-Who der deutschen Verschwörungsliteratur“ lese"? Ist das ein Urteil der Meister über die Amateure? :lol:
Da ist was dran. Wobei die Erzeugnisse des Evangelischen Gemeinschaftswerks schwerer zu lesen sind, als die Ergüsse der Autoren des Kopp-Verlags. :D
Da müsste das Evangelische Verlagswerk noch daran arbeiten ...
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