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Die Erderwärmung - ein Problem?

Astronomie, Physik, Biologie oder über was ihr sonst reden wollt

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Die Erderwärmung - ein Problem?

Beitragvon Bitterling am So 4. Nov 2012, 09:50

"Gerettet" ist vielleicht ein unglücklich gewählter Begriff. Zweifellos ist die Existenz der Erde nicht gefährdet - wohl aber die Existenz einer Erde, die menschliches Leben ermöglicht und angenehm macht. Gewissermaßen sägen wir den Ast, auf dem wir sitzen, an - mit den Folgen werden wir zu leben haben. Ich persönlich lebe lieber auf dieser Erde als auf einer 5K wärmeren, mit Savanne vor meiner Haustür.
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Re: Bilder und Texte zum Nachdenken

Beitragvon EPRling am So 4. Nov 2012, 10:34

Bitterling, Du brauchst keine Angst vor den 5 K haben (Deine Nachkommen auch nicht). Nur Paniker reden von so einer Katastrophe mit der Savanne und so. Es gibt keine Fakten, die dafür sprechen.
Ich wette mit Dir um 10 Kisten Schampus, dass es in 15 Jahren global nicht wärmer ist als 2000 - eher kühler. Und zwar auch dann, wenn wir die CO2-Emissionen nicht verringern.
Guck mal die bisherige Entwicklung seit 2000 an:

http://www.ncdc.noaa.gov/sotc/service/g ... 201209.gif

Aber nicht nur der Blick auf diese Entwicklung bringt mich dazu, mich zurückzulehnen, sondern auch der Blick auf Zyklen wie PDO und Sonnenaktivität.

Guckstu auf obigem Bild die Jahre 1940 bis 1970 an: Stagnation trotz steigendem CO2:

CO2-Konzentration:

http://www.volker-quaschning.de/artikel ... /bild1.gif

PDO-Verlauf 20, Jh. (PDO = "Pazifische dekadische Oszillation"):

http://de.wikipedia.org/w/index.php?tit ... 1212183433

Dann 30 Jahre starke Erwärmung bis 2000 (wie schon 1910-1940, ohne viel mehr CO2 als vorindustriell).
Und jetzt sind (wie gesagt, jede Wette!) 30 Jahre Stagnation (evtl. Abkühlung) "dran". Das ganze gibt seit 1850 im Langzeittrend etwa 0,7 K Erwärmung pro Jh. her. Deine 5 K hättest Du folglich in ca. 700 Jahren, wenn es überhaupt so weiter geht, was wegen langfristig zu erwartender Abnahme der Sonnenaktivität eher unwahrscheinlich ist.

Da ich weiß, dass gleich wieder meine wohlbekannten persönlichen Wadenbeißer hier auftauchen, bin ich vorsichtshalber mal weg - will mir nicht den Sonntag versauen 8).

Viele Grüße, EPRling
Zuletzt geändert von EPRling am So 4. Nov 2012, 11:04, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Die Erderwärmung - ein Problem?

Beitragvon Der böse Wolf am So 4. Nov 2012, 11:03

Es gibt unter den Tausenden von Klimaforschern mit fundiertem Wissen und ideologiefreier Urteilsfähigkeit auf dieser Welt eine relativ große Gruppe, die sagt, die duch menschliche Aktivität verursachte Erderwärmung sei nicht mehr in Zweifel zu ziehen, und es gibt ene kleinere Gruppe, die genau das Gegenteil behauptet.
Kannst Du mir irgend einen vernünftigen Grund nennen, warum Du auf die Richtigkeit einer dieser Behauptungen Wetten anbietest, EPRling, wenn Du (a) nicht blind-gläubig und (b) kein gut gedrillter Parteisoldat bist?
Kann ich Deine Promotion zum Thema irgendwo im Internet finden?
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Re: Die Erderwärmung - ein Problem?

Beitragvon EPRling am So 4. Nov 2012, 11:19

Ach Wolf, das kannst Du alles in meinem ellenlangen Disput mit dem Elephanten nachlesen ("Klimaschädling Mensch?").
Und: Demokratie ist kein wissenschaftliches Erkenntnisprinzip.

Ich gucke mir einfach die bisherigen Temperatur-Daten an, die eben jene 30-jährlich abwechslende Erwärmung/Stagnation aufweisen - unabhängig vom CO2-Gehalt der Atmosphäre.
Was die Forscher tun, die Du nennst, ist ausschließlich rechnen - mit Modellen, die wichtige Einflüsse wie z.B. Wolken nicht realistisch berechnen können, während für Aerosole, Ruß... naturgemäß keine verlässlichen globalen Daten verfügbar sind.
Um also die bisherigen, dem CO2 nur mangelhaft folgenden Entwicklungen "nachzurechnen", hat man in den Stagnationsperioden erhöhte Partikelgehalte in der Atmosphäre so eingesetzt, dass man - unter der unhinterfragbaren Voraussetzung, dass "unser" CO2 der (Haupt-)Grund für die Erwärmung ist - auf die gemessenen Verläufe kommt.

Solche Methoden sind heute in der sehr teuren "Big Science" (auch in Teilchenphysik oder Kosmologie) traurigerweise üblich.
Es gibt da unerfreuliche soziologische/psychologische Mechanismen in der "Scientific Community", die einen normierenden, Zweifel unterdrückenden Charakter haben. Das ist in der Klimabranche naturgmäß am schlimmsten, weil hier die Politik heftig mitmischt.

Mehr werde ich jetzt nicht antworten und verweise auf meine Wette, deren Wahrscheinlicherwerden Du ja jährlich anhand der Globaltemperaturen verfolgen kannst. :wink:

Nur noch soviel:
Eine Theorie, die man nicht falsifizieren kann, ist keine wissenschaftliche Theorie (kann man die errechneten Erwärmungsszenarien für 2100 falsifizieren? :wink: ). Deshalb sagen manche, die Klimaforschung sei der esoterische Zweig der Naturwissenschaft...

Viele Grüße, EPRling
Zuletzt geändert von EPRling am So 4. Nov 2012, 14:57, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Die Erderwärmung - ein Problem?

Beitragvon Der böse Wolf am So 4. Nov 2012, 14:56

Na gut, warten wir's einfach mal ab. Ich denke, so rund 35 Jahre müsste ich noch zuschauen können.
Mal sehen, ob Du den Schampus rausrücken musst. :wink:
Ich bin in der Sache absolut interessenlos. Mein Strom kommt aus der Steckdose.
Vielleicht können wir ja demnächst günstigen, umweltfreunlichen Atomstrom aus Pesien kaufen.
Und für unsere muslimischen Mitbürger mit Unbedenklichkeits-Zertifikat. (z. B. als Logo ein lachender Prophet, der den Daumen hebt) :lol:
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Re: Die Erderwärmung - ein Problem?

Beitragvon Noumenon am So 4. Nov 2012, 15:01

Die Erderwärmung - ein Problem? Ja. Aber ein noch größeres Problem sind die Debatten um den Klimawandel, weil sie nichts als Augenwischerei sind, eine Spielwiese für Rabulistiker und Skeptizisten, welche vom allgemeineren Kontext ablenken soll, dass dieser sch**ß Kapitalismus nicht nur ein menschenverachtendes System ist, sondern die komplette Umwelt (und nicht nur ein bisschen Atmosphere) zerstört. Was ist mit:

- Abholzung der Regenwälder
- Plastikmüll in den Meeren
- Chemieabfälle in Flüssen und Seen
- Bedrohung der Biodiversität in Fauna durch Überfischung und Massentierhaltung
- Bedrohung der Biodiversität durch Monokultur

Sind das alles keine (insbesondere gravierenden) Probleme? Oder sind das wieder alles "Extrathemen" die sondiert behandelt gehören, damit der Bürger auch ja nicht auf die Idee kommt, die Systemfrage zu stellen?

Die Debatten über den Klimawandel funktionieren fast schon ein wenig wie Gehirnwäsche: Spreche das Thema "Umwelt" in einer beliebigen Runde an, und die Diskussion wird sich beim Klimawandel festfahren, während andere Probleme bestenfalls am Rande erwähnt werden. Über den Klimawandel kann man stunden-, tage-, wochen-, jahrelang debattieren, ohne dass dabei nennenswerte Erkenntnisse herauskommen die über ein "wir müssen mehr ("grüne") Energie produzieren/sparen" hinausgehen. Und als "umweltfreundlich" gilt, wer eine niedrige CO2-Bilanz hat. Ob er abseits persönlicher CO2-Bilanzen die Umwelt vielleicht auf andere Art und Weise durch seine Lebensweise belastet, ist nicht weiter relevant. :roll:

Wo das eigentliche Problem liegt, pfeifen ja schon die Spatzen von den Dächern: Ein System, welches Profitinteressen vor allen anderen Interessen (bspw. Umweltschutz) setzt, und im Zweifel stets gegen die Natur entscheiden wird, wenn eben keine Gewinne oder sogar Verluste zu erwarten sind.
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Re: Die Erderwärmung - ein Problem?

Beitragvon EPRling am So 4. Nov 2012, 15:12

Der böse Wolf hat geschrieben:Na gut, warten wir's einfach mal ab. Ich denke, so rund 35 Jahre müsste ich noch zuschauen können.
Mal sehen, ob Du den Schampus rausrücken musst. :wink:


OK, bei mir werden es höchstens noch 25 Jahre, aber in 15 ...20 Jahren bin ich, falls wir da noch Foren-Kontakt haben, gerne zur Auswertung bereit. Dann sind die 30 klimarelevanten Jahre ab 2000 um, und wir können sinnvoll urteilen, ob ich richtig lag. :wink:

Viele Grüße, EPRling
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Re: Die Erderwärmung - ein Problem?

Beitragvon EPRling am So 4. Nov 2012, 15:18

@Noumenon: :offtopic: Hier ist Naturwissenschaft!
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Re: Die Erderwärmung - ein Problem?

Beitragvon Der böse Wolf am So 4. Nov 2012, 15:37

@EPRling:
Wenn man den Kapitalismus als zwangsläufige Folge der gesellschaftlichen Evolution betrachtet und die menschliche Psyche der Natur zuordnet, ist es gar nicht mehr Off-Topic. Jedenfalls nicht sehr.
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Re: Die Erderwärmung - ein Problem?

Beitragvon EPRling am So 4. Nov 2012, 15:45

Na ja, bischen weit hergeholt. Wenn man so argumentiert, ist überhaupt ALLES Naturwissenschaft, das sich mit Existentem befasst.
Das kommt mir nicht sinnvoll vor.

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Re: Die Erderwärmung - ein Problem?

Beitragvon Der böse Wolf am So 4. Nov 2012, 16:03

Okay, ziehe ich zurück.
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Re: Die Erderwärmung - ein Problem?

Beitragvon idefix2 am So 4. Nov 2012, 18:21

Ich bin inzwischen auch zunehmend geneigt, den menschengemachten Anteil an der Klimaerwärmung als wahrscheinlich sehr gering bis vernachlässigbar gering einzustufen - was nichts daran ändert, dass das Erdklima sich erwärmt und dass wir uns auf die Probleme, die daraus möglicherweise folgen werden, sollte der Trend noch länger andauern, einstellen sollten.

Nichtsdestotrotz :offtopic: ist meines Erachtens die Verheizung von wertvollem Erdöl zum Zweck der Energiegewinnung heller Wahnsinn.

@Noumenon: An den von dir genannten Problemen ist natürlich nicht der Kapitalismus schuld, sondern der Atheismus! Frag Schreiber.
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Re: Die Erderwärmung - ein Problem?

Beitragvon Noumenon am So 4. Nov 2012, 18:24

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Zuletzt geändert von Noumenon am So 4. Nov 2012, 19:14, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die Erderwärmung - ein Problem?

Beitragvon EPRling am So 4. Nov 2012, 18:30

idefix2 hat geschrieben:Nichtsdestotrotz :offtopic: ist meines Erachtens die Verheizung von wertvollem Erdöl zum Zweck der Energiegewinnung heller Wahnsinn.


Ja idefix, diese Trauer um verbranntes Öl hatte ich auch mal. Mittlerweile sehe ich aber zwei Dinge:

1) Seltsamerweise finden sich dauernd neue Öl-Vorkommen, sodass der "Peak OIl" uns ständig vorauseilt.

2) Methan...Butan (als "konventionelles Erdgas", Shale Gas oder auch Methanhydrat) liegt offenbar in so gewaltigen Mengen vor, dass es ein paar hundert Jahre reicht. Bedenkt man noch, dass die gesamte Carbon-Chemie auch mit diesen kurzkettigen Kohlenwasserstoffen (KWs) problemlos geht, gibt es keinen rationalen Grund, die Verbrennung fossiler KWs zu betrauern.

Beim Urteilen bitte den Bauch ausschalten! :mrgreen:

Viele Grüße, EPRling

PS: Ja, seit 150..200 Jahren erwärmt sich das Weltklima, weil wir aus der kleinen Eiszeit kommen. Meiner Meinung nach ist sogar dieser Langzeittrend jetzt zuende. Denn offenbar deckte sich die kleine Eiszeit mit zwei Minima der Sonnenaktivität - und jetzt scheint (nach 50..70 Jahren hoher Aktivität) wieder ein sehr tiefes Minimum zu kommen.
Somit haben wir wohl mit der Wärme zukünftig keine Probleme - eher mit einer kommenden Abkühlung, täte ich annehmen.
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Re: Die Erderwärmung - ein Problem?

Beitragvon grossstadtgewaechs am So 4. Nov 2012, 20:19

Botaniker sind schon ganz heiss drauf - bald ist Grönland eisfrei!
Bedenkt die Möglichkeiten: unverseuchte Erde - unbekannte Sämereien und die Grönländer können endlich einen Golfplatz bauen.
Apropros Golf: der Golfstrom wird demnächst aufhören warme Wassermassen umzuwälzen und dann wird es eisig kalt. Es ist also eine Frage des Standpunktes: hier wird es kalt, da wird es warm, aber definitiv gehen die Malediven baden (das könnt Ihr alle noch miterleben: ca.10-15 Jahre).

Blöde Klimadiskussionen. Die Frage ist: Wer ist bereit sein Luxusleben aufzugeben? Konsum zu vermeiden? Sein Auto stehen zu lassen? Nur Verzicht kann diese Welt noch retten.
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