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Mein Selbstverständnis

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Mein Selbstverständnis

Beitragvon Horstdecker am Mi 27. Jul 2016, 15:48

Ein herzliches Hallo an Alle im Forum!
Ich bin 72 Jahre alt und kein erfahrener "Forumaktivist", aber das kann sich ja noch ändern.
Wenn ich die Überschrift mit "Mein Selbstverständnis" tituliert habe, dann sagt das, dass ich dieses Selbstverständnis, das ich heute habe, nicht immer schon hatte. Es ist im Laufe meines Lebens gewachsen und unterlag vielen Veränderungen. Je älter ich werde, desto mehr entferne ich mich von meinen Ansichten und Standpunkten, die ich als junger Mann vertrat. "Na klar," könnte man sagen, "das bringt das älter werden so mit sich." Das mag bei vielen Menschen, die über sich selbst und ihre Welt nicht großartig nachgedacht haben so sein und deren gibt es viele, zu viele, meine ich. Das größte Manko unserer Gesellschaften ist die Unwissenheit durch mangelnde Bildung, mangelndes Selbstinteresse, mangelnder Kritikwille oder mangelnde Kritikfähigkeit. Dies zu begründen vernachlässige ich hier. Ich nehme für mich in Anspruch immer ein Fragender, ein Suchender gewesen zu sein. Diese kritische Haltung hat mir nicht immer geholfen, im Gegenteil. Trotzdem bin ich mir bis heute darin treu geblieben. Vom eifrigen Kirchgänger als Jugendlicher und überzeugtem Christen, wie ich glaubte, haben meine eigenen Lebenserfahrungen, meine Reflexionen und meine nahe und weite Umgebung mich davon immer mehr entfernt. Heute bin ich ein überzeugter Atheist und erkenntnistheoretischer Naturalist, der an ein evolutionär erklärbares "schöpferisches Prinzip glaubt." Ich bin oft gefragt worden, wer denn die Evolution in Gang gesetzt hat. Diese suggestiv wirkende Frage sollte mit Gott beantwortet werden. Ich allerdings bin der Überzeugung, dass zur Evolution kein himmlischer Kreator und Designer notwendig war. Es genügte der Sternenstaub und eine elementare Kombination, um die biologische Evolution auszulösen. Bevor ich jetzt tiefer in diese Thematik einsteige, will ich es dabei bewenden lassen und freue mich auf eine lebendige Diskussion in den Themen des Forum.
Ich habe über meine Reflexionen, Ansichten, meine Weltsicht und über die Dinge an sich viele Essays verfasst, die ich in diesem Forum von Fall zu Fall gerne zur Diskussion stellen würde.
Mit herzlichen Grüßen
Horstdecker
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Re: Mein Selbstverständnis

Beitragvon Deumaios am Mi 27. Jul 2016, 18:15

Vielen Dank und ein herzliches Willkommen.
Das schöpferische Prinzip ist auch mir zu eigen. Darüber liesse sich - alles andere beiseite lassend - vortrefflich von Schöpfer zu Schöpfer auf Augenhöhe kollegial diskutieren.

Deumaios
Zuletzt geändert von Frnk am Mi 27. Jul 2016, 18:37, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Vollzitat (?!) des direkt darüber stehend Beitrags entfernt (s. Boardregel 3d)
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Re: Mein Selbstverständnis

Beitragvon Nasobēm am Mi 27. Jul 2016, 19:19

Hallo Horstdecker, willkommen und viel Spaß hier! Bild

Beschäftigst du dich beruflich mit Evolution oder ist es ein Hobby?
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Re: Mein Selbstverständnis

Beitragvon Deumaios am Mi 27. Jul 2016, 19:54

sorry - ich werd mir mal das Hausrecht/Forenregeln hier ansehen müssen.

Stichworte , die ich unterstreiche waren:
(Kenntlichmachung von mir)

Selbstverständnis, ist im Laufe meines Lebens gewachsen und unterlag vielen Veränderungen.

Das mag bei vielen Menschen, die über sich selbst und ihre Welt nicht großartig nachgedacht haben so sein und deren gibt es viele, zu viele, meine ich.

Das größte Manko unserer Gesellschaften ist die Unwissenheit durch mangelnde Bildung, mangelndes Selbstinteresse, mangelnder Kritikwille oder mangelnde Kritikfähigkeit.

..erkenntnistheoretischer Naturalist, der an ein evolutionär erklärbares "schöpferisches Prinzip glaubt."

Ich habe über meine Reflexionen, Ansichten, meine Weltsicht und über die Dinge an sich viele Essays verfasst, die ich in diesem Forum von Fall zu Fall gerne zur Diskussion stellen würde.

Ich halte dies für besonders hervorhebenswert - betrifft es doch die Mehrheiten der Bevölkerung . insbesondere das "Selbstverständnis" - was ich gerne lebendig diskutieren würde - nicht ad personam - sondern aus philosophischer und psychologischer Sichtweise.
Damit verbunden auch die Begriffe Selbst und Selbst-
-Wert
-Sicherheit
-Schöpferisches
- Bild
etc.

Das Selbstbild bestimmt auch das Menschenbild des Individuum - so meine These.
Dies können wir in Bezug zu einem fiktivem personifiziertem Höherem und zu Menschen setzen , die sich übersteigend transzendieren im Sinne von zB Karl Jaspers
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Re: Mein Selbstverständnis

Beitragvon Horstdecker am Do 28. Jul 2016, 16:52

An Nasobem:
Ich habe eine wirtschaftswissenschaftliche Ausbildung (Betriebswirt grad., heute etwa vergleichbar dem Bachelor) naturwissenschaftlich bin ich reiner Autodidakt.

An Deumaios:
Was ist Selbstverständnis? Um den Begriff Selbstverständnis zu erklären, sind entweder entitätische Herangehensweisen oder Wesensbetrachtungen möglich. Diese beiden möglichen Sichtweisen sind allerdings unvereinbar. Man muss sich entscheiden, welches Verständnis näher untersucht werden soll. Es scheint eher so zu sein, dass der Begriff Selbstverständnis - wie verstehe ich mich als intellektuelles Individuum selbst - bestimmte Wesenszüge hat, weil er sich dynamisch entwickelt und zeitlebens unvollendet bleibt. Zu sagen: "Das ist mein Selbstverständnis," kann nur eine Momentaufnahme sein. Selbstverständnis kann man als einen bestimmten ganzheitlichen geistigen oder seelischen Zustand beschreiben. Dieser Definition ist wohl allgemein akzeptierbar. Aber Vorsicht, denn dann gelte es zunächst einmal zu klären, ob es Geist oder Seele überhaupt gibt. Ohne Geist und/oder Seele kann es demnach kein eigenes Selbstverständnis geben. Ist dann Selbstverständnis nur eine Vorstellung, etwas von dem man glaubt, es zu haben?
Das Geist-Seele-Phänomen scheint mit unserem Bewußtsein, dass wir eine bestimmte Sichtweise lebendig vertreten, deterministisch konditioniert zu sein, denn ohne Geist/Seele kein Selbstverständnis, so, als ob das Individuum Mensch ohne Geist/Seele nicht existent wäre.
Folgt man den Erkenntnissen der Neurowissenschaften, insbesondere der Hirnforschung, ist die Behauptung zulässig, dass Geist/Seele neuronale Zustände sind. Jetzt lässt sich ein großen Bogen schlagen zu der Behauptung, dass "mein Selbstverständnis" ein bestimmter neuronaler Zustand ist, den ich in meinem Gehirn ablege, um ihn meinen Erfahrungen und meinem Wissen entsprechend fortwährend anzupassen. Ein persönliches Selbstverständnis schreitet voran entsprechend der persönlichen Sozialisation, die lebenslang währt. Auch die Dynamik des persönlichen Selbstverständnisses ist ein schöpferisches Prinzip.
Horstdecker
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Re: Mein Selbstverständnis

Beitragvon Deumaios am Do 28. Jul 2016, 17:26

Hallo Horstdecker.

("Aber Vorsicht, denn dann gelte es zunächst einmal zu klären, ob es Geist oder Seele überhaupt gibt.")

ich komm aus einer anderen Richtung beim Selbst:

Beispiel : https://de.wikipedia.org/wiki/Anatta ist das vom Buddhismus negierte Selbst

ein wahrnehmbares Selbst wird hier unterwiesen: http://www.palikanon.com/majjhima/m144n.htm

Die Begriffe Wesen, Seele , etc. sind allesamt meist spekulative christlich- (essentia, wesen oder psyche )oder hinduistisch (atman- brahman) orientierte Dogmen.

http://www.palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m072z.html
Zitat:
"Vaccha stellt dem Buddha die berühmte Zehnerreihe von spekulativen Fragen über Standpunkte und Aussagen religiöser Doktrin. Dieses Set von Fragen wurde anscheinend allgemein benutzt, um kurz und bündig eine Standortbestimmung des jeweiligen Gesprächspartners vornehmen zu können. Die Frage nach Identität bzw. Nichtidentität von Seele (jīva) und Körper (sarīra, bedeutet auch "Kadaver") lotet einen materialistischen, bzw. eternalistischen Standpunkt aus. Bei den vier Fragen nach der Existenz / Nichtexistenz usw. des Tathāgata steht "Tathāgata" als Beispiel für den spirituell Vervollkommneten nach der Ansicht der jeweils untersuchten religiösen Doktrin. Die vier Fragen werden alle vom Buddha zurückgewiesen, weil sie auf der falschen Annahme eines Selbst (attā) beruhen, das weiterexistieren, bzw. vernichtet werden kann."

Damit bin ich etwas unzufrieden. es ist sehr schwer Textstellen zu einem unzerstörbaren Selbst im Pali-Kanon zu entdecken.

"Auch die Dynamik des persönlichen Selbstverständnisses ist ein schöpferisches Prinzip."

Das ist gut, schön und wahr !


Gruß Deumaios
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Re: Mein Selbstverständnis

Beitragvon Richard61 am So 31. Jul 2016, 18:56

Für Atheisten gibt es keinen Schöpfer. Wieso wird hier über einen Schöpfer diskutiert den es für Atheisten nicht gibt. Ist das hier ein Unterforum der Kirche???
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Re: Mein Selbstverständnis

Beitragvon Richard61 am So 31. Jul 2016, 19:40

Ich sehe hier nur dicke stinkende Scheisse die einem Schöpfer nachrennen.Egal wo er herkommt und wer es sein soll es gibt ihn nicht.Entweder wird hier konsequent durchgegriffen, wenn jemand Märchen erzählt oder ich bin raus. Ich suchte eine Ecke ohne Deppen und finde eine mit Volldeppen im Quadrat.
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Re: Mein Selbstverständnis

Beitragvon Herr der Augenringe am So 31. Jul 2016, 19:44

Shit happens, Richard :)
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Re: Mein Selbstverständnis

Beitragvon TrES-4 am So 31. Jul 2016, 20:32

Es wurden Beleidigungen durch einen Moderator aus diesem Thread entfernt.

Auch Gläubige sind hier willkommen. Wem das nicht passt, kann sich ein anderes Forum suchen oder wird bei wiederholten Beleidigungen gesperrt.

Bitte beachtet, sollte dies mehrfach vorkommen, gibt es eine Verwarnung die zur Sperrung des Accounts führen kann.

Vielen Dank für euer Verständnis.


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Re: Mein Selbstverständnis

Beitragvon ruebennase am So 31. Jul 2016, 20:42

Richard61 hat geschrieben:Ich sehe hier nur dicke stinkende Scheisse die einem Schöpfer nachrennen.Egal wo er herkommt und wer es sein soll es gibt ihn nicht.Entweder wird hier konsequent durchgegriffen, wenn jemand Märchen erzählt oder ich bin raus. Ich suchte eine Ecke ohne Deppen und finde eine mit Volldeppen im Quadrat.

Beansprucht der IS jetzt schon den Atheismus für sich?? :mrgreen:
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Re: Mein Selbstverständnis

Beitragvon Richard61 am Mo 1. Aug 2016, 01:26

Atheismus beansprucht nichts außer nicht ständig mit Lügenmärchen penetriert zu werden. Es gibt tatsächlich Menschen die ein Leben ohne Gott schön finden und die froh sind irgendwann tot sein zu dürfen und nicht wieder erweckt zu werden um das langweilige Leben eines Gläubigen ewig leben zu müssen. Für mich wäre dies die wahre Hölle.
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Re: Mein Selbstverständnis

Beitragvon Deumaios am Mo 1. Aug 2016, 04:40

Deumaios - Humanist - Postneuplatoniker und Laieninterssierter am Pali-Kanon.
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