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Re: Populisten

Beitragvon idefix2 am Mi 15. Nov 2017, 16:02

manniro hat geschrieben:insbesondere für solche, die sich seit der Penne nicht mehr mit Geschichte befasst haben und ihre historischen Kenntnnisse dringend mal aufpolieren sollten. Aber da stehst Du in einer Linie mit dem Gros unserer aktuellen Politiker. :wink:

Wenn man eine Maßeinheit für grundlagenlose Überheblichkeit einführen sollte, wäre das "manniro" wohl eine passende Bezeichnung, auch wenn man dann bei den meisten überheblichen Typen nur in millimanniro und mikromanniro messen könnte.

Wesentlich friedenssichernder dürften sich bei realistischer Betrachtung allerdings die Erfahrungen des 2. Weltkriegs und das nachfolgende "Gleichgewicht des Schreckens" mit x-fach-möglichem atomaren Overgau ausgewirkt haben.

Ja, vor allem das Gleichgewicht des Schreckens ist sicher ein sehr guter Grund dafür, dass es seit dem Ende des zweiten Weltkriegs ja weltweit praktisch keine militärischen Konflikte mehr gegeben hat, nicht wahr? Da sticht ja Europa in keiner Weise hervor :roll:

manniro hat geschrieben:Worin der Grund für die aktuell zu beobachtenden Tendenz der Renaissance von "Nationalstaatlichkeit" liegt.

Die aktuell zu beobachtende Tendenz der Renaissance von "Nationalstaatlichkeit" ist ein eher junges Phänomen, dieser "fehlende emotionale Faktor" fehlt aber schon wesentlich länger, nämlich eigentlich seit der Gründung dieses Europas. Wenn die europäische Politik nicht derart versagt hätte, dann würde dieser "emotionale Faktor" auch heute keinem Menschen abgehen.
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Re: Populisten

Beitragvon manniro am Do 16. Nov 2017, 13:45

idefix2 hat geschrieben:Wenn man eine Maßeinheit für grundlagenlose Überheblichkeit einführen sollte, wäre das "manniro" wohl eine passende Bezeichnung, ...


Meinetwegen.

Die Maßeinheit für Grundlagenlosigkeit überhaupt sollte dann passenderweise "idefix2" genannt werden, wie Du in diesem Thread wieder einmal eindrucksvoll bewiesen hast.

Es ist halt vorteilhaft, etwas über die Begriffe zu wissen, die man im Diskurs verwendet. In den Fällen "Intelligenz" oder "Materie" ist das zugegebenermaßen nicht so ganz einfach, bezüglich "Nationalstaatlichkeit" und "Nationalismus" kann man sich dieses Wissen jedoch ganz einfach durch Quellenstudium aneignen. Wenn man nicht von vorneherein davon ausgeht, sowieso alles zu wissen.

Ja, vor allem das Gleichgewicht des Schreckens ist sicher ein sehr guter Grund dafür, dass es seit dem Ende des zweiten Weltkriegs ja weltweit praktisch keine militärischen Konflikte mehr gegeben hat, nicht wahr?


Verstehe. Wenn im Südsudan irgendwelche Clans einen Bürgerkrieg entfesseln, um einen in ihren Augen korrupten Präsidenten zu entmachten, ist das für Dich vergleichbar mit einem atomaren WW 3. Beeindruckend.

Oder spielst Du auf die Vorgänge in Ex-Jugoslawien an? Aber halt, Stopp - war das nicht innerhalb Europas? Vielleicht hätte man da die streitenden Parteien zwecks Abschreckung mit Atomwaffen ausstatten sollen...

Die aktuell zu beobachtende Tendenz der Renaissance von "Nationalstaatlichkeit" ist ein eher junges Phänomen, dieser "fehlende emotionale Faktor" fehlt aber schon wesentlich länger, nämlich eigentlich seit der Gründung dieses Europas. Wenn die europäische Politik nicht derart versagt hätte, dann würde dieser "emotionale Faktor" auch heute keinem Menschen abgehen.


Weil das bislang einzig realitätsbezogene Versprechen Europas, nämlich "Wohlstand für Alle", resp. "ungebremster Konsum", sich zunehmend in Un-Wohlgefallen aufgelöst hat. Auch unter Ex-DDR'lern machte sich nach Genuß der ersten Bananen und erster Ballermannerfahrungen eine gewisse Ernüchterung breit.

Was der gemeine Bürger gar nicht verkraften kann, sind Orientierungslosigkeit, Unzuverlässigkeit und Unsicherheit. Aus diesem Grund empfindet er - tatsächliche oder vermeintliche - schleichende Zersetzungsprozesse als die größte Bedrohung. Insbesondere, wenn sie auch noch mit mantraartig wiederholten Bauernregeln ala "Es gibt keine 100%-ige Sicherheit" kommentiert werden und damit als quasi unausweichlich gerechtfertigt werden sollen. Wer hätte das gedacht? Ich bin bisher jedenfalls immer von "100%-iger Sicherheit" ausgegangen...

Und vor der sich in solchen Sätzen manifestierenden politischen Ohnmacht flüchtet er sich halt in die bekannten Identifikationsmuster wie etwa "Volk" und "Nationalstaat". Die haben sich historisch gesehen zwar auch nicht als "sicherer" erwiesen, aber man weiß, wer man selber und wer "der Feind" ist.

Unter dem Banner der permanent "Entsetzt-Erschüttert-und-Sprachlosen" werden sich auf Dauer wohl keine Massen vereinigen lassen.

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Re: Populisten

Beitragvon idefix2 am Do 16. Nov 2017, 20:31

manniro hat geschrieben:Verstehe. Wenn im Südsudan irgendwelche Clans einen Bürgerkrieg entfesseln, um einen in ihren Augen korrupten Präsidenten zu entmachten, ist das für Dich vergleichbar mit einem atomaren WW 3. Beeindruckend.

Beeindruckend ist eigentlich nur, wie du mir am laufenden Band irgendwelche blödsinnigen Aussagen unterstellst, um dann auf die Strohmänner einzudreschen.

manniro hat geschrieben:Oder spielst Du auf die Vorgänge in Ex-Jugoslawien an? Aber halt, Stopp - war das nicht innerhalb Europas?

Wir sprachen von der EU. die Staaten Ex-Jugoslawiens gehörten damals meines Wissens nicht zur EU, aber als zertifizierter Fachmann für "intelligenz", "Materie", "Nationalstaatlichkeit", "Nationalismus" und überhaupt ALLES wirst du mich vielleicht auch da korrigieren. :roll:

Aber enin, ish "spiele nicht auf die Vorgänge in Ex-Jugoslawien an". Ich stelle nur fest, dass deine Begründung für 70 Jahre Frieden in Gebiet der EU Unsinn ist, weil die Angst vor der nuklearen Katastrophe ist ganz offensichtlich (ziemlich überall auf der Welt zu beobachten) nicht dazu geeignet, kriegerische Konflikte auf regionaler Ebene zu verhindern.

manniro hat geschrieben:Weil das bislang einzig realitätsbezogene Versprechen Europas, nämlich "Wohlstand für Alle", resp. "ungebremster Konsum", sich zunehmend in Un-Wohlgefallen aufgelöst hat.

Wenn das für dich das einzige Versprechen Europas war, dann verstehe ich deinen Frust natürlich noch viel besser.

manniro hat geschrieben:Insbesondere, wenn sie auch noch mit mantraartig wiederholten Bauernregeln ala "Es gibt keine 100%-ige Sicherheit" kommentiert werden

Ta, das Leben ist lebensgefährlich. Noch schlimmer, es hat in den meisten bisher bekannt gewordenen Fällen mit dem Tod geendet.
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Re: Populisten

Beitragvon manniro am Fr 17. Nov 2017, 13:13

idefix2 hat geschrieben:
manniro hat geschrieben:Verstehe. Wenn im Südsudan irgendwelche Clans einen Bürgerkrieg entfesseln, um einen in ihren Augen korrupten Präsidenten zu entmachten, ist das für Dich vergleichbar mit einem atomaren WW 3. Beeindruckend.

Beeindruckend ist eigentlich nur, wie du mir am laufenden Band irgendwelche blödsinnigen Aussagen unterstellst, ...


Tue ich selbstverständlich nicht, denn das hieße wirklich "Eulen nach Athen tragen". Was ich tue bezeichnet man gemeinhin als "logische Schlüsse ziehen".

idefix2 hat geschrieben:Wir sprachen von der EU...


Ach ja, hatte ich übersehen. Vermutlich deshalb:

idefix2 hat davor hat geschrieben:Ja, vor allem das Gleichgewicht des Schreckens ist sicher ein sehr guter Grund dafür, dass es seit dem Ende des zweiten Weltkriegs ja weltweit praktisch keine militärischen Konflikte mehr gegeben hat, nicht wahr? Da sticht ja Europa in keiner Weise hervor :roll:...
(fett von mir)

Du solltest Deinen Vorrat an Strohmännern dringend mal einer Inspektion unterziehen, so langsam dürften Deine billigen rhetorischen Tricksereien auch dem Einfältigsten auffallen.

Um Dich noch einmal mit Logik zu belästigen: Warum hat eigentlich Ex-Jugoslawien keinen Krieg gegen einen seiner Nachbarstaaten vom Zaun gebrochen? Als Nicht-EU-Mitglied fiel es doch in Deine Kategorie "weltweit". Insbesondere weil ja gilt:

idefix2 hat geschrieben:Aber enin, ish "spiele nicht auf die Vorgänge in Ex-Jugoslawien an". Ich stelle nur fest, dass deine Begründung für 70 Jahre Frieden in Gebiet der EU Unsinn ist, weil die Angst vor der nuklearen Katastrophe ist ganz offensichtlich (ziemlich überall auf der Welt zu beobachten) nicht dazu geeignet, kriegerische Konflikte auf regionaler Ebene zu verhindern.


Auf jeden Fall. Daß die atomaren Bedrohungsszenarien des Kalten Krieges relativ ungeeignet sind, Stammeskriege in Zentralafrika zu verhindern, ist ohne Weiteres zuzugeben. Zumindest so lange, wie keine der Atommächte Anlaß sieht, sich dort zu einzumischen und sich ein ähnliches Szenario wie etwa bei der Kubakrise ergibt. Oder aktuell wie das auf der Krim. Aber das ist selbstverständlich ein völlig anderes Thema.

Wenn das für dich das einzige Versprechen Europas war, dann verstehe ich deinen Frust natürlich noch viel besser.


Und? Kommt noch etwas, über das sich zu diskutieren lohnen würde? Oder begnügst Du Dich wie üblich damit Dein Ego aufzublasen? Fühl' Dich frei meinem "Frust" durch überzeugende Parolen Abhilfe zu verschaffen.

Ta, das Leben ist lebensgefährlich. Noch schlimmer, es hat in den meisten bisher bekannt gewordenen Fällen mit dem Tod geendet.


Das ist selbst für Deinen bekannt bescheidenen Humor schwach. Wie wär's aus diesem Anlaß stattdessen mit einem kernigen Spruch meines Leib-und-Magen-Aphoristikers:

S.J. Lec hat geschrieben:"In der Regel hatte er keine Ideen, für die Ausnahme kamen ihm schlechte."


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